2026
Museum mit Swimmingpool!
Das Kunstmuseum Bochum besitzt eine große Fluxus-Sammlung und bietet besondere Kinderführungen für Schulklassen an, in denen die oft praktisch angelegten Kunstwerke direkt erfahren werden können. Die Fluxus-Bewegung, die in den bunten 60er-Jahren ihren Anfang nahm, geht von dem Gedanken aus, dass jeder Mensch mit Kunst die Welt, in der wir leben, ein bisschen besser machen kann. Ursprünglich ging es um Neuanfang und gesellschaftlichen Umbruch nach dem Zweiten Weltkrieg. Mittlerweile können mit Fluxus aber auch andere Themen und mögliche Lösungen angesprochen werden, etwa Gleichberechtigung, Umweltschutz und Teilhabe. Und das funktioniert durchaus auch schon in der Grundschule. Fluxus lässt vielleicht auch an ein Wortspiel mit „Fluss“ denken – und damit liegt man gar nicht so falsch. Wasser und Ströme sind zentrale Themen der zurzeit ausgestellten Werke.
Als Erstes schauten sich die Schülerinnen und Schüler eine Arbeit an, bei der Äpfel in einer langen Reihe auf einem Tisch lagen und darüber Glühbirnen installiert waren. Merkwürdig, aber lustig.
Zu entdecken gab es auch einige Kunstwerke, die sich bewegten; das war besonders spannend.
Und dann war da noch der Swimmingpool. Die Kinder durften hineingehen und erfuhren anschließend einiges über das Kunstwerk: Eine Kunstsammlerin hatte in diesem Pool sehr viele Kunstwerke aufbewahrt – ein bisschen wie in einem Extraraum oder so, als könne man in Kunst schwimmen. Neben einigen lustigen „Stillleben“-Spielen und einer Gruppenpantomime lernten die Kinder viel über die Bedeutung der Kunstwerke.
Der letzte Teil des zweistündigen Aufenthalts fand im Atelier des Museums statt. Passend zur Ausstellung durften die Schülerinnen und Schüler dort ihrer eigenen Fantasie freien Lauf lassen. Herausgekommen sind viele bunte, teils verrückte Ideen, inspiriert von den Kunstwerken, die sie zuvor gesehen hatten.

Schüler*innen im Kunstmuseum Bochum betrachten die Ausstellung und arbeiten an eigenen Werken.